CATS

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Ludwigs Muscial Academy

Ludwigs Musical Academy besteht Feuerprobe mit Bravour

Es war schon gewagt, zum Abschluss des ersten Academy-Jahres das erfolgreichste Musical aller Zeiten aufs Programm zu setzen. Als Theaterdirektor Benjamin Sahler bei der Weihnachtsshow ankündigte im Sommer CATS aufführen zu wollen, ging ein Raunen durch den Saal. CATS war das Musical von Andrew Lloyd Webber, das in den 80er Jahren, den Musicalboom weltweit entfachte und „Memories“ wurde zum Nummer 1 Hit in den Charts.

Dieses Musical nun studierten die rund 75 jungen Teilnehmer*innen der Ludwig Musical Academy seit Jahresanfang ein. Dabei wurden sie ganz und gar ins Geschehen miteinbezogen, das heißt, sie halfen auch bei den Kostümen, wurden in den Bühnenbau eingeführt und lernten, was es heißt, ein Stück zu inszenieren. Dazu mussten sie natürlich auch noch ihre Rollen lernen. Viele Tanzschritte, Choreografien und Songtexte. Für Benjamin Sahler war wichtig, dass die Originalversion und keine Abwandlung einstudiert wurde. Die Tanzchoreografien entwarf Akademieleiterin Stefanie Gröning. Kristin Backes, Nils-Holger Bock und Kevin Prinz hatten die musikalische Leitung inne. Die Profikünstler aus dem Ludwig Cast Vera Horn, Marlou Düster und Larissa Fuchs studierten studierten das Musical schauspielerisch mit den Kindern und Jugendlichen ein.

„Wir haben hier so tolle Talente, das hat mich schon nach dem ersten Schnuppertag im September letzten Jahres fasziniert.“, schwärmt Kristin Backes. „Die Entwicklung über die letzten Monate war einfach atemberaubend.“ Die junge Sängerin hat selbst erst ihr Studium beendet und war schon als Sissi bei Ludwig2 und als die Päpstin in Füssen zu sehen. Aber nur Talent genügt für so eine Aufführung nicht: „Wir haben wirklich hart gearbeitet in den letzten Wochen, mit viel Disziplin und Ausdauer.“, gibt Stefanie Gröning zu. „Aber es war eine Freude zu sehen, mit wieviel Hingabe und Liebe die Kids dabei waren. Die Größeren kümmerten sich um die Kleinen und keiner beschwerte sich, wenn man die Szenen wieder und wieder trainierte.“ Schließlich sind die jüngsten Schüler*innen erst sechs bis zum Alter von 17 Jahren, die schon Fortgeschrittenen.

Kurz vor Vorstellung stieg dann aber die Nervosität bei allen doch noch ganz schön an. Hinter der Bühne fühlte man sich wie in einer echten Katzenhorde, alle hüpften, stießen sich an, kicherten und konnten es kaum erwarten.

Dann hob sich der Vorhang und das Publikum war von der ersten Minute an fasziniert. Die große Bühne von Ludwigs Festspielhaus war perfekt ausgeleuchtet, das Bühnenbild genau auf die Kinder abgestimmt und die Maske hatte ganze Arbeit geleistet. „Die Möglichkeit hier auf einer Profibühne zu stehen, ist für die Kinder schon ein ganz besonderes Erlebnis.“, fasst es eine Mutter zusammen. Für Marc Hage, Bühnenmeister bei Ludwigs Festspielhaus machte es dann auch keinen Unterschied, ob Kinder oder Profis: „Die Abläufe hinter der Bühne sind die gleichen.“

75 Kätzchen boten in knapp zwei Stunden eine perfekte Show. Mitreißend waren die Tanzeinlagen von der ersten Minute an, am Anfang noch bisschen zögerlich, aber dann immer fester der Gesang im Chor. Die Solostimmen von Anfang an sicher und klar. Gänsehaut pur gab es spätestens als zum ersten Mal „Memories“ erklang. Herausragend die Bühnenpräsenz und das Spiel der weißen Katze Victoria, alias Sophie Böhmländer. Aber auch die Tänze der kleinen Katzen Mungojerrie gespielt von  Romy Amberg und Rumpleteazer gespielt von Leni Hierzer unglaublich locker und gleichzeitig präzise. Am Ende war es für alle sichtbar – es waren nur noch Katzen auf der Bühne, keine Kinder mehr!

Das Publikum belohnte die jungen Künstler mit langem Applaus und stehenden Ovationen. Zwei Zugaben wurden gefordert und bei den Kindern war keine Spur von Erschöpfung zu sehen. „Ich will sofort wieder auf die Bühne!“, rief eines der kleinsten Kätzchen strahlend nachdem sich der Vorhang gesenkt hatte.

 

Anne Roth
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